Wrackmuseum

Wrackmuseum
Dorfstraße 80
27476 Cuxhaven

Telefon: (04721) 23341
Fax: (04721) 49080

Unter dem Weltschifffahrtsweg, einer der befahrensten Schifffahrtstraßen der Welt, liegt ein gigantischer Schiffsfriedhof. Warum? Ganz einfach: Dort, wo viel Schiffe unterwegs sind und vor allem in früheren Zeiten unterwegs waren, gab es auch immer dramatische Situationen. Stürme, Kriege, Kollisionen – in der Deutschen Bucht sank so manches Schiff.

Im Wrackmuseum erzählen die ausgestellten Fundstücke von den Schiffsunglücken, menschlichen Schicksalen und mutigen Seenotrettern. Ein lederner Stiefel, ein geknotetes Halstuch: Unspektakuläre Gegenstände des täglichen Lebens. Und doch verbindet sich mit ihnen eine ganz besondere Geschichte. Die Kleidungsstücke gehörten Besatzungsmitgliedern des deutschen U-Boots U-51, das im Juli 1916 nach Torpedo-Beschuss in der Jademündung sank. 31 junge Seeleute verloren damals ihr Leben.

Im Wrackmuseum können die Besucher den Schicksalen dieser Schiffe und der an Bord befindlichen Personen nachspüren. Erstaunlich ist für Besucher des Wrackmuseums immer wieder, wie gut manche Gegenstände auch noch nach Jahrzehnten unter Wasser erhalten sind. Aus einem Ballen Wollstoff, der 1912 mit dem Frachter Vandalia unterging und erst Ende der 1970er Jahre wieder ans Tageslicht kam, könnte man sich heute noch einen Anzug schneidern lassen.

In der maritimen Museumslandschaft der Stadt Cuxhaven bahnen sich große Veränderungen an: Ab 2012 werden das Fischereimuseum und das Wrackmuseum unter einem konzeptionellen, gestalterischen und baulichen Dach vereinigt sein. Das neue Museum soll zu einem touristischen Anziehungspunkt deutlich über Cuxhaven hinaus werden.

Weitere Informationen über die Maritimen Lebenswelten finden Sie hier.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr (auch an Feiertagen)

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